Das Hessische Kompetenzzentrum Gesunde Schule nimmt seine Arbeit auf

Das Kultusministerium hat das Hessische Kompetenzzentrum Gesunde Schule gegründet. Der VBE Hessen begrüßt dies, hält die Verbesserung der Arbeitsbedingungen aber für mindestens so wichtig.

Um Gesundheitsprävention, Beratung und eine gesundheitsfördernde Schulentwicklung zu stärken und zu bündeln, hat das Kultusministerium das Hessische Kompetenzzentrum Gesunde Schule (HKGS) gegründet. Kooperationspartner sind das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt sowie die Goethe-Universität. Hier wird das HKGS als zentrale Anlaufstelle für Lehrkräfte und schulisches Personal eingerichtet.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der psychischen Gesundheit. So gibt es eine psychologische Sprechstunde, die allerdings keine Therapie, sondern erste Orientierung und Unterstützung bietet. Ratsuchende können über die Internetseite des HKGS Termine buchen, die Beratung erfolgt per Telefon, Video oder vor Ort. Außerdem wird eine offene Telefon-Sprechstunde angeboten: dienstags von 16:30 Uhr bis 19 Uhr direkt unter 069 / 6301-4239. Das Kultusministerium hat im Hauptpersonalrat ausdrücklich mitgeteilt, dass der Datenschutz gewährleistet sei und dass das Ministerium im Rahmen der Begleitforschung lediglich eine statistische Auswertung erhalte, aber keinerlei Einzeldaten.

Der VBE Hessen bewertet die Einrichtung des HKGS grundsätzlich positiv, zumal kompetente Partner von außen eingebunden sind. Wie hilfreich das Angebot sein wird, bleibt natürlich abzuwarten. Denn letztlich wird das an der Belastung der Kolleginnen und Kollegen an den Schulen – u.a. durch die ständig steigende Zahl an pädagogischen und bürokratischen Aufgaben, zu geringe Deputate und einem Mangel an multiprofessionellen Teams – nichts ändern. „Es reicht nicht, an den Symptomen anzusetzen, die Ursachen müssen geändert werden“, stellt der stv. VBE-Landesvorsitzender Joachim Trautmann klar. „Dazu kommt, dass viele Kolleginnen und Kollegen auch körperlich belastet sind, weil es in ihren Schulen beispielsweise an Lärmschutz und Hitzeschutz mangelt – auch hier muss unbedingt gehandelt werden“, so Trautmann.

Hier geht es zur Internetpräsenz des HKGS.

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