Von der Digitalisierung über Inklusion, Lehrkräftebildung und Gesundheitsschutz bis hin zum Bürokratie-Wahnsinn im Schulalltag: Zu diesen und weiteren drängenden Themen hat der VBE Hessen Positionen formuliert. Auch die Resolutionen und Leitanträge, die auf den VBE-Gewerkschaftstagen verabschiedet wurden, finden Sie hier.
Hitzeschutz ist Arbeitsschutz und Kinderschutz. Der VBE Hessen fordert Land und Kommunen auf, zum Wohle der Beschäftigten an den Schulen und der Schüler/innen kurzfristige und langfristige Maßnahmen zu ergreifen. Dies darf nicht am Gerangel an Zuständigkeiten oder an ungeklärter Finanzierung scheitern!
Der Schulalltag ist voll mit „Zeitfressern“ - von der Formulierung ständig neuer Konzepte über die Abfragen per Excel-Tabelle bis hin zum Ausfüllen zahlloser Formulare. Daher fordert der VBE Hessen, Verwaltungsaufgaben zu reduzieren, zu delegieren und zu digitalisieren.
Der VBE Hessen fordert eine bessere Verzahnung von Theorie und Praxis im Studium, mehr Zeit für Beratung sowie professionelle Betreuung in allen Praxisphasen, zeitgemäße Prüfungsformate und ein umfassendes Angebot an profunden Fortbildungen in der 3. Phase (Berufsleben).
Der VBE Hessen hält den Anspruch auf einen Ganztagesplatz für jedes Schulkind ab 2026 für schwer erfüllbar, zumal wir Wert auf hohe Standards beim Unterrichts-, Betreuungs- und Förderangebot legen. Unabhängig davon lehnt der VBE Hessen die Verpflichtung zum Ganztag ab, sie muss ein freiwilliges Angebot bleiben.
Der VBE Hessen befürwortet eine Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte, die zum Ziel hat, die Vorgaben des Arbeitsschutzes einzuhalten. Wir sehen die Chance, auf dieser Grundlage (endlich) eine wirkliche Entlastung für die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen zu erreichen.
Der VBE Hessen erkennt BNE als zentralen und unverzichtbaren Teil des Bildungsauftrags an und setzt sich dafür ein, dass Politik und Bildungsverwaltung den Schulen mit allen Mitteln helfen, BNE im Unterricht und im Schulalltag zu verankern. Dabei erwarten wir insbesondere vom Hessischen Kultusministerium ein klares Bekenntnis zu BNE und die Federführung bei diesem Thema in Hinblick auf die Schulen.
Der VBE Hessen versteht unter “digitale Schule“ eine Schule, an der technische Ausstattung und personelle Ressourcen für den Support, klare Zuständig-keiten und ein rechtssicherer Rahmen es ermöglichen, jederzeit und ohne Komplikationen digitale Geräte und Medien einzusetzen. Dafür ist ein Masterplan nötig, für den das Positionspapier Eckpunkte beschreibt.
Der VBE Hessen fordert die Politik dazu auf, die zeitaufwändige und oft völlig übertriebene Bürokratie an den Schulen abzubauen. Die Resolution, die der Landesvorstand des VBE im Januar 2018 verabschiedet hat, erläutert sowohl die Ursachen als auch die Folgen des Bürokratie-Wahnsinns – u.a. eine Veränderung des Berufsprofils und ein sinkender Gestaltungswille bei den Lehrerinnen und Lehrern.
Ziel allen politischen Handelns müssen Schulen sein, an denen der Anspruch auf Bildungsgerechtigkeit und auf gute Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz für alle erfüllt ist. Der VBE Hessen appelliert daher an die Politik, endlich die nötigen Mittel für Verbesserungen von Lehren und Lernen bereitzustellen.
Der Verband Bildung und Erziehung Landesverband Hessen e.V. (VBE Hessen) ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Er bekennt sich zum freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat und zu den Normen, die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Landes Hessen festgelegt sind.
Der VBE steht zum Gymnasium. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die nach der Grundschule auf ein Gymnasium wechseln, steigt beständig. Mittlerweile besucht die Mehrheit eines Jahrgangs das Gymnasium. Sein Fortbestand ist damit sicher.
Lehrerinnen und Lehrer haben aus Sicht des VBE Hessen ebenso hoheitliche Aufgaben zu erfüllen wie andere Beamte. So entscheiden sie über Versetzungen, erteilen die Zugangsberechtigung zu Bildungsgängen und vergeben Bildungsabschlüsse. Hoheitliche Aufgaben müssen unparteiisch, unbeeinflusst von eigenen Interessen und verlässlich von Beamten erfüllt werden!
Wir schaffen Grundlagen – Wir erwarten Gleichbehandlung! Das ist der Leitsatz der Resolution, die der Landesvorstand des VBE Hessen im September verabschiedet hat. Zwar hat das Kultusministerium vor kurzem Pläne zur Entlastung der Grundschulen vorgestellt, die zentrale Forderungen des VBE erfüllen. Viele andere Ziele bleiben aber bestehen.
Um Kinder beim Lernen zu begleiten und auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen, ist Ruhe und Raum nötig. Daran erinnert der VBE Hessen in einer Resolution, die der Landesvorstand auf seiner Sitzung am 26. Oktober 2018 verabschiedet hat und fordert die Politik, Lehrkräfte von außenunterrichtlichen Aufgaben zu entlasten
Der VBE spricht sich aus Gründen der Vergleichbarkeit und Gerechtigkeit für den Erhalt von Ziffernoten aus und lehnt es ab, dass pädagogisch selbständige Schulen zugunsten von Verbal-Beurteilungen auf Ziffernoten verzichten können.
Arbeits- und Gesundheitsschutz waren schon “vor Corona” Aufgabe des Dienstherrn. Da ein Ende der Pandemie nicht absehbar ist, sind neben kurzfristigen auch langfristige Maßnahmen im Sinne des Arbeits- und Gesundheitsschutzes notwendig.
Lehrkräftemangel, halbherzige Unterstützung für Schüler/innen mit Förderbedarf, ein klägliches Tempo bei der Digitalisierung und die Bürokratisierung des Schulalltags: In der Pandemie wurden diese Probleme deutlicher sichtbar denn je. Die Landesvertreterversammlung fordert die Politik daher auf, aus der Krise endlich Lehren zu ziehen.
Schulen und Lehkräfte haben in 2 Jahren Pandemie Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt, die die Politik unbedingt berücksichtigen sollte. Dies fordert der VBE in seinem Positionspapier „12 Lehren aus Corona”.
Angesichts der Aufnahme von ukrainischen Kindern und Jugendlichen in Schulen und Kitas hat der VBE Bundesverband auf unterschiedliche Herausforderungen im Vergleich zu 2015 aufmerksam gemacht.
Politiker/innen in den Kommunen, auf Landesebene und im Bund müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen, um die Bedingungen für das Lehren und Lernen zu verbessern. Denn Ziel allen politischen Handelns muss Bildungsgerechtigkeit für Schüler und Schülerinnen sein sowie gute Arbeitsbedingungen für das Personal an den Schulen.